Mein Themenbereich

In meinem Themenbereich werde ich ihnen von interessanten und aktuellen Themen berichten und auf einige Besonderheiten eingehen. Sollten Sie sich für ein Thema interessieren freue ich mich über unseren Austausch. Sie erreichen mich über das Kontaktformular. Aufgrund der Komplexität vieler Themen kann mein Themenbereich nicht alle Einzelheiten abdecken und stellt keinen Anspruch auf Vollständigkeit dar.

Häusliches Arbeitszimmer in Zeiten von Corona

+++Update+++

Einigung auf Homeoffice-Pauschale in Höhe von maximal 600 EUR pro Jahr.

Die Pauschale soll demnach 600 EUR pro Jahr betragen, beziehungsweise 5 EUR pro Tag.

Die Homeoffice-Pauschale soll in die Werbungskostenpauschale eingerechnet und nicht zusätzlich gewährt wird. 

Die Regelung soll zunächst auf zwei Jahre begrenzt werden.

+++Update Ende+++

 

 

Sie verbringen ihren Arbeitsalltag in der Coronavirus-Krise im Home Office und arbeiten im häuslichen Arbeitszimmer? Ich empfehle Ihnen die Möglichkeit ein häusliches Arbeitszimmer im Rahmen der Werbungskosten geltend zu machen neu zu überprüfen.

Im Grundsatz sind Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer sowie die Kosten der Ausstattung nicht abzugsfähig. Dies gilt nicht, wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In diesem Fall wird die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 1.250 Euro begrenzt; die Beschränkung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet (§4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 3 2. HS EStG). Ein häusliches Arbeitszimmer ist der Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung des Steuerpflichtigen, wenn nach Würdigung des Gesamtbildes der Verhältnisse und der Tätigkeitsmerkmale dort diejenigen Handlungen vorgenommen und Leistungen erbracht werden, die für die konkret ausgeübte betriebliche oder berufliche Tätigkeit wesentlich und prägend sind, wenn Sie also i.d.R. selbstständig sind. Soweit ergibt sich also nichts Neues.

In der aktuellen Situation können sich die Umstände aber durchaus anders darstellen, wenn Ihnen ein anderer Arbeitsplatz aus Gründen des Infektionsschutzes nicht zur Verfügung steht. Begründen sie deshalb automatisch ein häusliches Arbeitszimmer, für das die Aufwendungen unbegrenzt abziehbar sind? 

Zunächst muss die Frage geklärt werden, ob Ihnen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung gestellt wird oder werden kann, Sie sind also ausschließlich im Home Office tätig. Oder Sie sind nur zeitanteilig unbedeutend im Büro tätig, es zählt die zeitliche Komponente. Sind Sie also überwiegend (3-5 Tage die Woche) im Home Office tätig, spielt es keine Rolle mehr ob der Arbeitgeber Ihnen einen Arbeitsplatz zur Verfügung stellt. Der Mittelpunkt ihrer Tätigkeit liegt im häusliche Arbeitszimmer. Die Kosten sind in voller Höhe abzugsfähig. Liegt aber der Mittelpunkt der Tätigkeit außerhalb des häuslichen Arbeitszimmers, sind die Aufwendungen für ein Arbeitszimmer bis zu 1.250 Euro abzugsfähig, wenn dem Mitarbeiter oder der Mitarbeiterin – zumindest an den betroffenen Tagen kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht (§ 4 Abs. 5 Nr. 6b Satz 2 und Satz 3 1. Halbsatz EStG). Diese Voraussetzung ist derzeit in vielen Fällen erfüllt, weil der Arbeitsplatz beim Arbeitgeber aus Gründen des Infektionsschutzes nicht zur Verfügung steht oder die Einrichtungen des Arbeitgebers aufgrund behördlicher Anweisung geschlossen sind.

Jetzt hoffen wir alle in den gewohnten Alltag zurück zu kehren. Ihr Arbeitszimmer werden nutzen Sie damit nicht ganzjährige. Ändern sich die Nutzungsverhältnisse innerhalb eines Jahres, können nur die auf den Zeitraum, in dem das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet, entfallenden Aufwendungen in voller Höhe abgezogen werden. Für den übrigen Zeitraum kommt ein beschränkter Abzug nur in Betracht, wenn für die betriebliche oder berufliche Betätigung kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. Der Höchstbetrag von 1.250 EUR ist aber auch bei nicht ganzjähriger Nutzung eines häuslichen Arbeitszimmers in voller Höhe zum Abzug zuzulassen und kann durchaus in den (hoffentlich) wenigen Monaten ausgeschöpft werden (BMF, Schreiben v. 6.10.2017, IV C 6 – S 2145/07/10002 :019, Rz. 22). Beteiligt sich der Arbeitgeber an den Kosten für Ihr Büro handelt es sich grundsätzlich um steuerpflichtigen Arbeitslohn. Die Anerkennung eines Mietverhältnisses setzt voraus, dass das Home Office vorrangig im betrieblichen Interesse des Arbeitgebers genutzt wird. Das ist in normalen Zeiten schwierig, weil die Verwaltung hohe Anforderungen stellt (BMF, Schreiben v. 18.4.2019, IV C 1 – S 2211/16/10003 :005). Unter den aktuellen besonderen Umständen kann dies aber durchaus der Fall sein und sollte betrachtet werden.

Zusammenfassend halten wir fest, dass während der Coronavirus-Krise ein vollständiger Abzug der Kosten für ein häusliches Arbeitszimmer durchaus gegeben sein kann. Für den übrigen Zeitraum ist eine Begrenzung auf 1.250 Euro wahrscheinlich.

Sie haben Lohnersatzleistungen wie Kurzarbeitergeld erhalten? Das sollte Sie interessieren.

Ich zeige Ihnen auf für wen eine Abgabepflicht der Steuererklärung besteht.

Nur rund die Hälfte aller Steuerzahler ist zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Bei Arbeitnehmern ist grundsätzlich die Einkommensteuer mit dem monatlichen Lohnsteuerabzug abgegolten, so dass viele keine Steuererklärung abgeben müssen. Lohnen kann sie sich aber dennoch in vielen Fällen.

Wer als angestellter eine Steuererklärung abgeben muss ist in § 46 Einkommensteuergesetz EstG geregelt:

  • Sie haben einen individuellen Freibetrag, der aufgrund eines Lohnsteuerermäßigungsantrags berücksichtigt wurde. Dies kann beispielsweise ein Freibetrag für die Entfernungspauschale Wohnung/ erste Tätigkeitsstätte sein.
  • Eine Ausnahme gilt für einen Behinderten- oder Hinterbliebenen-Pauschbetrag.  Weitere Ausnahme: Sie haben im Veranlagungszeitraum höchstens 11.900 Euro verdient, bei zusammen veranlagten Verheirateten höchstens 22.600 Euro.
  • Sie haben im Veranlagungszeitraum Lohnersatzleistungen erhalten. Eine sogenannte Pflichtveranlagung sieht das Finanzamt vor, wenn Sie 2019 Einkünfte ohne Lohnsteuerabzug von mehr als 410 Euro hatten – dazu zählen beispielsweise Arbeitslosen-, Kurzarbeiter-, Kranken- oder Elterngeld. Diese Einnahmen sind zwar steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Das heißt, sie erhöhen den Steuersatz für die steuerpflichtigen Einkünfte. Die 410-Euro-Grenze gilt auch für steuerpflichtige Nebeneinkünfte, zum Beispiel aus einer freiberuflichen Tätigkeit.
  • Sie haben im Veranlagungszeitraum Einkünfte zu unterschiedlichen Steuerklassen erhalten. Dies kann der Fall sein, wenn Sie bei mehreren Arbeitgebern angestellt sind und die Steuerklasse VI abgerechnet wurde.
  • Sie werden zusammenveranlagt und haben die Kombination der Steuerklassen III/V oder IV/IV mit Faktor gewählt.
  • Sie haben im Veranlagungszeitraum eine Abfindung erhalten und die Lohnsteuer wurde für Sie vorteilhaften Fünftel-Regelung berechnet.
  • Eine Steuererklärung abgeben müssen Sie außerdem, wenn Sie Einnahmen haben als Selbstständiger, Gewerbetreibender, Landwirt, Rentner oder Vermieter, die oberhalb des Grundfreibetrags von 9.168 Euro lagen.

Steuerfristen

Weitere Fälle in denen Sie eine Steuererklärung einreichen müssen sind:

  • Einer der Partner beantragt die Einzelveranlagung.
  • Für Kapitaleinkünfte ist noch die Kapitalertragsteuer oder die Kirchensteuer zu entrichten.
  • Sie waren innerhalb eines Jahres bei mehr als einem Arbeitgeber beschäftigt und in Ihrer Lohnsteuerbescheinigung ist „S“ eingetragen. Das bedeutet, dass Ihr neuer Arbeitgeber Lohnsteuer für sonstige Bezüge wie zum Beispiel Weihnachtsgeld berechnet hat – ohne Berücksichtigung des früheren Arbeitslohns beim alten Arbeitgeber.
  • Sie haben im Vorjahr einen Verlustvortrag geltend machen können und wollen diese im aktuellen Veranlagungszeitraum verrechnen.

Auch müssen immer mehr Rentner eine Steuererklärung abgeben was in der Praxis oftmals zu einer Verwunderung führt. Eine Abgabe ist erforderlich, sobald der steuerpflichtige Teil der Rente den Grundfreibetrag von 9.408 Euro (VAZ 2020) übersteigt. Es steht ihnen zudem eine Werbungskostenpauschale von 102 Euro zu.

Ein alleinstehender Rentner, der 20202 erstmals Altersbezüge erhielt, muss 80 Prozent davon versteuern, auch in den Folgejahren. Der steuerfreie Anteil eines solchen Neurentners – 20 Prozent der Rente – wird als individueller Freibetrag vom Finanzamt festgesetzt und bleibt auf Dauer derselbe. Der zu versteuernde Anteil steigt jährlich um 2 Prozent bis er schließlich mit Renteneintritt in 2040 die vollen 100 Prozent erreicht haben wird.

Nur wenn sich die Rentenhöhe ändert, zum Beispiel wegen der neuen Mütterrente, passt das Finanzamt den Freibetrag an. Voll steuerpflichtig sind hingegen Rentensteigerungen. Sie führen dazu, dass Rentner in die Steuerpflicht hereinrutschen können.

Wie hoch die steuerliche Belastung tatsächlich ausfallen wird hängt von Ihren individuellen abzugsfähigen Kosten wie Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge ab. Oftmals fallen Aufwendungen für selbst getragene Krankheitskosten an, die zu einer geringeren Steuerlast führen können.

Ruheständler haben in einem  besonderen Steuerformular („Erklärung zur Veranlagung von Alterseinkünften“) nur wenig einzutragen. Das Finanzamt verwendet die elektronisch übermittelten Renteneinkünfte, Pensionen und Krankenversicherungsbeiträge und berücksichtigt automatisch die Werbungskostenpauschale und den Sonderausgaben-Pauschbetrag. Es können nur begrenzte Aufwendungen in Abzug gebracht werden:

  • Aufwendungen für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen,
  • außergewöhnliche Belastungen (zum Beispiel behinderungsbedingte Kosten, Krankheits-, Pflege- und Pflegeheimkosten),
  • Kirchensteuer,
  • Spenden und Mitgliedsbeiträge und
  • Beiträge zu Versicherungen (sonstige Vorsorgeaufwendungen).

Die vereinfachte Steuererklärung dürfen ausschließlich Rentner und Pensionäre nutzen, die keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte haben. Haben Sie etwa gewerbliche Einnahmen oder sind Vermieter, dann müssen Sie eine normale, vollumfängliche Steuererklärung ausfüllen samt Anlage R.

Praxis Tipp: Ruhegeldbezieher können bei der Deutschen Rentenversicherung kostenlos eine sehr hilfreiche Bescheinigung zu „Rentenbezugsmitteilung zur Vorlage beim Finanzamt“ beantragen, die sämtliche Informationen mit Hinweisen in welche Zeile der Formulare Anlage R und Anlage Vorsorgeaufwand einzutragen sind. Einmal beantragt erhalten Sie diese Bescheinigung automatisch in den Folgejahren.

Zum 1. Januar 2020 erfolgt eine Erhöhung des Kinderfreibetrag um 192 Euro auf dann 5.172 Euro im Jahr.

Darüber hinaus gibt es noch einen Freibetrag für Betreuungs- und Erziehungs- oder Ausbildungsbedarf der Kinder in Höhe von 2.640 Euro. Bei der Einkommensteuerveranlagung werden beide Freibeträge zusammengezogen.

In 2020 soll einmalig ein Kinderbonus von 300 Euro je Kind in drei Zahlungen zu je 100 Euro ausgezahlt werden.

Die folgenden Infografiken erklären wie das Kindergeld, der Kinderfreibetrag und der für 2020 gezahlte Kinderbonus auswirken.

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Kindergeld und Kinderfreibetrag

Sind die Eltern verheiratet und werden zusammen veranlagt, werden die Freibeträge für Kinder in den einzelnen Jahren mit folgender Gesamthöhe berücksichtigt:

  • 2017: 7356 Euro
  • 2018: 7428 Euro
  • 2019: 7620 Euro
  • 2020: 7812 Euro

Bei getrennter Veranlagung von Ehegatten wird bei jedem Elternteil jeweils der halbe Betrag berücksichtigt.

Altersgrenzen

Generell werden Kinder bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres berücksichtigt.

Kinder, die noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben, nicht in einem Beschäftigungsverhältnis stehen und in Deutschland als Arbeit suchend gemeldet sind, werden ebenfalls berücksichtigt.

Volljährige Kinder, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, werden berücksichtigt wenn sie:

  • für einen Beruf ausgebildet werden (Ausbildung, Studium),
  • sich in einer Übergangszeit von höchstens 4 Monaten zwischen zwei Ausbildungsabschnitten befinden,
  • eine Berufsausbildung mangels Ausbildungsplatzes nicht beginnen oder fortsetzen können,
  • ein Freiwilliges Soziales Jahr, ein Freiwilliges Ökologisches Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder einen Internationalen Jugendfreiwilligendienst leisten.

Kinder, die wegen körperlicher, geistiger oder seelischer Behinderung außerstande sind, sich selbst zu unterhalten. Voraussetzung ist, dass die Behinderung vor Vollendung des 25. Lebensjahres eingetreten ist.

Sie verkaufen gelegentlich einen gebrauchten Artikel bei ebay oder vergleichbaren Internetplattformen? Dann unterhalben Sie sehr wahrscheinlich kein Gewerbe. Aber wann ist die Schwelle eigentlich übertreten? In meinem Themenbereich gehe ich auf aktuelle Gerichtsentscheidungen ein und beleuchte die wesentlichen Abgrenzungsmerkmale.

ebay

Ebay bietet uns eine schier unendliche Vielfalt an zum Teil seltenen oder extravaganten Artikeln bei Millionen Käufern wie Verkäufern verteilt über die ganze Welt. Also warum nicht auch auf den Zug aufspringen und die Möglichkeiten eines riesigen Publikums ausschöpfen. Neben dem Beruf etwas dazuverdienen, das Studium finanzieren oder die Haushaltskasse aufbessern – klingt doch verlockend, wäre da nicht das Finanzamt.

Die Zeiten in denen Ihre Verkäufe von den Beamten ungesehen bleiben sind Vergangenheit. Im Jahr 2013 hat der BFH entschieden, dass Betreiber einer Internetplattform wie ebay oder Amazon der Steuerfahndung bei Sammelauskunftsersuchen Daten über ihre Nutzer mitteilen müssen. Die Bereitstellung erfolgt über das sog. LEP-System (Law Enforcement Portal) über das die Beamten Daten wie Bankverbindungen oder Angebote und Verkäufe des Verkäufers einsehen können.

+++Update 7.1.2021+++

Werden privat und ohne Veräußerungsabsicht angeschaffte bewegliche Wirtschaftsgüter veräußert, kann dies auch dann der letzte Akt der privaten Vermögensverwaltung sein, wenn die Veräußerung über einen langen Zeitraum und in zahlreichen Einzelakten ausgeführt wird. Allein die Verwendung einer auch von gewerblichen Händlern genutzten Internetplattform führt zu keinem anderen Ergebnis.

Damit entkräftet der BFH m.E. die bis dato sehr enge Auslegung.

BFH, Urteil v. 17.6.2020, X R 18/19, veröffentlicht am 7.1.2021

+++Update ENDE+++

Wann wird der eBay-Handel steuerlich relevant?

Zu beachten sind die Bestimmungen der Umsatzsteuer einerseits und die Folgen für die Einkommensteuer andererseits.

Umsatzsteuer: Unternehmer ist, wer eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbstständig ausübt. Gewerblich oder beruflich ist jede nachhaltige Tätigkeit zur Erzielung von Einnahmen, auch wenn die Absicht, Gewinn zu erzielen, fehlt (§ 2 Abs. 1 Sätze 1 und 3 UStG).

Einkommensteuer: Eine selbständige nachhaltige Betätigung, die mit der Absicht, Gewinn zu erzielen, unternommen wird und sich als Beteiligung am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr darstellt, ist Gewerbebetrieb (§ 15 Abs. 1 Nr. 1 und Abs. 2 EStG).

Ab wann liegt eine Umsatzsteuerplicht vor?

Das Finanzamt kann zu der Auffassung kommen, dass Sie in der Umsatzsteuer Unternehmer sind, in der Einkommensteuer aber steuerlich nicht relevant sind, weil Sie der sog. Liebhaberei zuzuordnen sind. Sie verfolgen keine Gewinnerzielungsabsicht.

 

Das Finanzgericht Hessen hat in einem Urteil vom 19.07.2018 entschieden, dass der über Jahre nachhaltig ausgeübte Handel mit Gebrauchsgegenständen (z.B. aus Entrümpelungen und Haushaltsauflösungen) auf der Internetplattform eBay, die jeweils mit dem Mindestgebot von 1 € bei den eBay-Auktionen eingestellt werden, ist grundsätzlich als gewerbliche Tätigkeit einzustufen. Bei der rechtlichen Entscheidung über die Frage, ob eine Vermögensverwaltung oder eine unternehmerische Betätigung vorliegt sind insbesondere die Dauer und die Intensität der Tätigkeit, die Höhe der Entgelte, die Beteiligung am Markt, die Zahl der ausgeführten Umsätze, das planmäßige Tätigwerden und die Vielfalt des Warenangebotes im Rahmen einer Gesamtbetrachtung zu würdigen.

Der BFH hat 2012 entschieden, dass für die Umsatzsteuerpflicht eine Verkaufsabsicht zum Zeitpunkt des Einkaufs nicht vorliegen muss. Im selbigen Urteil stellte der BFH klar, dass die Nachweispflicht beim Finanzamt liegt. Zurücklehnen und auf Post vom Finanzamt warten kann teuer werden, daher sollten Sie sich früh genug mit der Fragestellung auseinandersetzen.

Eine wirtschaftliche Tätigkeit kann bei vorliegenden folgender Merkmale angenommen werden:

  • Die Vertriebsmaßnahmen einer Internetplattform werden genutzt
  • Die Auktionsbeschreibungen, Bilder und Platzierungen basieren auf Ihrem Gedankengut
  • Die Nachverfolgung des Geldeingangs, Verpackung und Versand obliegt ihrem Einflussbereich

In zwei wegweisenden Urteilen beleuchtete der BFH Streitfälle zum eBay-Handel. Der Inhalt in Kürze:

In einem Urteilsfall aus dem Jahr 2012 hat der BFH eine Umsatzsteuerpflicht bejaht. Die Klägerin verkaufte über ebay unter ihrem Nutzernamen eine Vielzahl von Gebrauchsgegenständen an jeweils unterschiedliche Käufer. Insgesamt handelte es sich im Zeitraum zwischen November 2001 und Juni 2005 um über 1.200 einzelne Verkaufsvorgänge. Hieraus erzielten „die Kläger“ Erlöse, die sich im Jahr 2001 (bei 16 Verkäufen) auf 2.617 DM, im Jahre 2002 (bei 356 Verkäufen) auf 24.963 EUR, im Jahre 2003 (bei 328 Verkäufen) auf 27.637 EUR, im Jahre 2004 (bei 226 Verkäufen) auf 20.946 EUR bis zur Einstellung der Tätigkeit im Sommer 2005 (bei 287 Verkäufen) auf 34.917 EUR beliefen.

In einem weiteren Urteil des BFH aus dem Jahr 2015 wurde die unternehmerische Tätigkeit einer Finanzdienstleisterin bejaht. Wer planmäßig, wiederholt und mit erheblichem Organisationsaufwand mindestens 140 fremde Pelzmäntel über eine elektronische Handelsplattform (z.B. „eBay“) in eigenem Namen verkauft, wird damit unternehmerisch (wirtschaftlich) tätig. Im Streitfall hat die Klägerin eine Pelzmantelsammlung sowie eine weitere Vielzahl an Gegenständen über ebay verkauft.

Das Besondere an diesem Urteil ist die Begründung. Der EuGH (vgl. EuGH-Urteil Kostov vom 13. Juni 2013 C-62/12, EU:C:2013:391, HFR 2013, 757, Rz 28 ff., zu Art. 9 Abs. 1 MwStSystRL) geht davon aus, dass eine natürliche Person, die bereits mit ihrer Haupttätigkeit ein Steuerpflichtiger ist, für jede weitere, gelegentlich ausgeübte wirtschaftliche Tätigkeit als „Steuerpflichtiger“ anzusehen sei, sofern diese Tätigkeit eine Tätigkeit i.S. von Art. 9 Abs. 1 Unterabs. 2 MwStSystRL darstelle. Somit führte die Haupttätigkeit, auch wenn diese umsatzsteuerfreie Umsätze erzielt, zu einer Gesamtunternehmerischen Tätigkeit.

Fordert Sie das Finanzamt zur Abgab einer Umsatzsteuererklärung auf sollten Sie die private Vermögensverwaltung nachweisen in dem Sie Rechnungen, Fotos oder andere Nachweise der privaten Nutzung der Gegenstände erbringen. Leider ist dies oftmals einfacher gesagt als getan und mit viel Aufwand verbunden.

Wenn Sie einen Hausstand auflösen können Sie der ganzen Problematik entgegenwirken, indem Sie beispielsweise einen Verkaufsagenten einschalten, die Auktionen über Ehegatten laufen lassen oder Alternativen zu ebay nutzen.

Noch nicht höchstrichterlich entschieden ist der Verkauf über einen Verkaufsagenten.

Kleinunternehmerregelung

Wenn Sie planen auf ebay oder vergleichbaren Internetplattformen Umsätze zu tätigen können Sie überlegen die Kleinunternehmerregelung nach § 19 UStG zu beantragen. Hierbei gelten die Umsatzgrenzen im Vorjahr von 22.000 Euro (Also für das Kalenderjahr 2019; für Vorjahre gelten geringere Grenzwerte) und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 Euro. Halten Sie die Grenzwerte ein, können Sie in der Regel die Kleinunternehmerregelung in Anspruch nehmen. Die Umsatzsteuer wird nicht ausgewiesen und muss damit auch nicht abgeführt werden. Zu beachten sind besondere Voraussetzungen sollten Sie unterjährig mit Ihrem Unternehmen beginnen.

Differenzbesteuerung

Als mögliche Alternative oder sogar Ergänzung zur Kleinunternehmerregelung kann die Differenzbesteuerung nach § 25a UStG sein. Dazu müssen Sie folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • Sie sind ein Wiederverkäufer. Als Wiederverkäufer gilt, wer gewerbsmäßig mit beweglichen körperlichen Gegenständen handelt oder solche Gegenstände im eigenen Namen öffentlich versteigert
  • Beim Ankauf der Gegenstände darf kein Vorsteuerabzug bestehen, dass ist in der Regel bei privat angekauften Gegenständen, oder von einem Kleinunternehmer oder es wurde die Differenzbesteuerung beim Ankauf angewendet
  • Die Gegenstände sind keine Edelsteine

Der Vorteil der Differenzbesteuerung liegt in der geringeren abzuführenden Umsatzsteuer. Folgendes vereinfachte Zahlenbeispiel soll dies verdeutlichen: Sie erwerben Gegenstände ohne Vorsteuerabzug für 15.000 Euro und verkaufen diese für 30.000 Euro. Während Sie bei der Regelbesteuerung 4.789,92 Euro Umsatzsteuer abführen müssten, ergibt sich bei der Differenzbesteuerung eine Umsatzsteuerschuld von lediglich 2.394,96 Euro. Zu beachten gilt eine Bindung von zwei Jahren sollten Sie sich für die Differenzbesteuerung entscheiden.

Das Finanzamt stuft Sie nachträglich als Unternehmer ein

Wenn das Finanzamt Sie nachträglich als Unternehmer einstuft besteht oftmals keine Möglichkeit mehr die Kleinunternehmerregelung oder die Differenzbesteuerung zu wählen. In diesem Fall könnte die Vorsteuerpauschalierung nach § 23 UStG eine Hilfe sein. Die Umsatzsteuer werden Sie unvermeidlich abführen müssen. Der Unternehmer (Sie) kann, soweit die Voraussetzungen für eine Besteuerung nach Durchschnittssätzen gegeben sind, beim Finanzamt bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung (§ 18 Abs. 3 und 4) beantragen, nach den festgesetzten Durchschnittssätzen besteuert zu werden. Voraussetzung ist, dass Sie nicht zum Führen von Büchern verpflichtet sind. So können Sie auch bei nicht vorliegen von Belegen die Umsatzsteuerzahllast senken.

Einkommensteuer

Losgelöst der Ergebnisse in der Umsatzsteuer können die Folgen für die Einkommensteuer sein. In der Regel wird das Finanzamt zunächst die Umsatzsteuer prüfen und im zweiten Schritt die Einkommensteuer. Die zentrale Frage ist in wieweit Sie einer gewerblichen Tätigkeit nachgehen. Dazu müssen Sie nachhaltig und mit Gewinnerzielungsabsicht tätig sein. Eine Liebhaberei wird hingegen angenommen, wenn Sie auf absehbare Zeit keinen Totalgewinn erzielen, hierbei liegt die Beweislast übrigens bei Ihnen. Sie können also durchaus umsatzsteuerpflichtig sein und gleichzeitig keine Einkommensteuer abführen müssen.

Gewinnermittlung

Wenn Sie dem Finanzamt eine Gewinnermittlung vorlegen müssen werden Sie die angefallenen Betriebsausgaben in Abzug bringen. In der Regel umfassen diese die Porto- und Versandkosten, Kosten für den Computer und eine Kamera, die Warenbezugskosten, die Auktionskosten, eventuell ein Arbeitszimmer und unter Umständen die Umsatzsteuerzahlungen.

Gerade wenn Sie erst zu einem sehr späten Zeitpunkt auf die steuerlichen Folgen aufmerksam werden kann es vorkommen, dass Sie nicht mehr alle Betriebsausgaben nachweisen können. Unter Umständen können auch Einnahmen nicht mehr nachvollzogen werden. Sollte das Finanzamt ihre Einnahmen schätzen, dann muss es auch die Betriebsausgaben in einem angemessenen Verhältnis schätzen. Das Finanzgericht Hessen akzeptierte einen pauschalen Abzug von 60% – das Urteil ist als Revision beim BFH zugelassen.

Umsatzsteuer für Restaurantleistungen

Die COVID-19-Pandemie stellt eine enorme Herausforderung für Wirtschaft und Gesellschaft dar. Zur Bewältigung der COVID-19-Pandemie hat die Bundesregierung am 6.5.2020 ein Steuerhilfegesetzt beschlossen (Die Entscheidung des Bundesrats steht noch aus):

Der Umsatzsteuersatz wird für nach dem 30. Juni 2020 und vor dem 1. Juli 2021 erbrachte Restaurant- und Verpflegungsdienstleistungen mit Ausnahme der Abgabe von Getränken von 19 Prozent auf 7 Prozent abgesenkt.

Was auf den ersten Blick einfach klingt, kann durch eine andere kürzlich in Kraft getretene Änderung in der Umsatzsteuer zu einer echten Herausforderung in der Praxis werden.

Seit dem 1.1.2019 gelten in Deutschland neue Regelungen für Gutscheine. Die genaue Angabe der Leistung auf dem Gutschein ist von entscheidender Bedeutung geworden. Der Gesetzgeber fordert jetzt eine Unterscheidung zwischen dem sog. Einzweckgutschein und dem Mehrzweckgutschein. Die Unterscheidung muss jetzt zwingend zum Zeitpunkt der Ausgabe erfolgen, denn die Unterschiede sind weitreichend:

1.Einzweckgutschein (§ 3 Abs. 14 UStG): Ein Einzweckgutschein liegt dann vor, wenn der Ort der Leistung (hier also z. B. Deutschland) schon bei Ausgabe des Gutscheins feststeht und sich aufgrund der Leistung die Höhe der Umsatzsteuer (7 % oder 19 %) eindeutig ermitteln lässt. Bei einem Einzweckgutschein entsteht die Umsatzsteuer schon bei Verkauf des. Die tatsächliche Ausführung der Leistung ist dann keiner Umsatzsteuer mehr zu unterwerfen.
2.Mehrzweckgutschein (§ 3 Abs. 15 UStG): Ein Mehrzweckgutschein liegt vor, wenn es sich um einen Gutschein handelt, der kein Einzweckgutschein ist. In diesem Fall ist der Verkauf dieses Gutscheins nur ein Tausch von Geld in eine andere Form eines Zahlungsmittels und unterliegt zunähst keiner Umsatzsteuer. Erst wenn der Gutschein eingelöst wird, unterliegt die tatsächlich ausgeführte Leistung der Umsatzsteuer.

Wird der Gutschein nicht eingelöst, ergeben sich für den Einzweckgutschein keine Folgen. Die Umsatzsteuer musste zum Zeitpunkt der Ausgabe abgeführt werden, eine Korrektur erfolgt bei Nichteinlösung nicht. Bei Mehrzweckgutscheine kommt es folgerichtet zu keiner umsatzsteuerlicher Leistungserbringung, sodass keine Umsatzteuer abzuführen sein wird.

Ist der Gutschein umsatzsteuerpflichtig?

In der Umsatzsteuer wird eine Systematik verfolgt: nur wenn die Leistung steuerbar ist, kann sie steuerpflichtig sein. Und steuerpflichtig ist die Leistung nur, wenn der Ort der Leistung im Inland belegen ist.

Bei einem Einzweck-Gutschein, der auf die Übertragung der Verfügungsmacht ausgerichtet ist, ist der Ort der Lieferung nach der Reihenfolgevorgabe des § 3 Abs. 5a UStG zu bestimmen. Da die Lieferung mit Übertragung des Gutscheins fingiert wird, kann es sich wohl nicht um eine Beförderungs- oder Versendungslieferung handeln, da der Gegenstand zu diesem Zeitpunkt nicht befördert oder versendet wird. Als „ruhende“ Lieferung nach § 3 Abs. 7 Satz 1 UStG befindet sich der Ort der Lieferung dann dort, wo sich der Gegenstand im Moment der fiktiven Lieferung befindet. Auch dieser Lösungsansatz ist aber nicht frei von Problemen, da der „Gegenstand“, auf den sich die Lieferung richtet, zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht feststehen muss und außerdem – durch Ausschluss von Ausfuhr- und innergemeinschaftlichen Lieferungen – zu unionsrechtswidrigen Doppelbesteuerungen führen könnte. Schwierig ist auch die Ortsbestimmung bei auf elektronischem Wege erbrachten Dienstleistungen. Der Einzelfall sollte betrachtet werden, wobei tendenziell von einem Mehrzweckgutschein auszugehen sein wird und somit erst zum Zeitpunkt der Ausgabe steuerrelevant ist.

Seit Beginn 2019 muss bei jeder Ausgabe genau unterschieden werden. Ist der Gutschein nur für den Verzehr von Speisen vor Ort einsetzbar, handelt es sich um einen Einzweckgutschein, weil schon zum Zeitpunkt der Ausgabe der ermäßigte Steuersatz nach § 12 Abs. 2 Nr. 1 UStG i. V. m. der Anlage 2 zum UStG („Lebensmittel“) nicht zur Anwendung kommt. Diese sonstigen Leistungen unterliegen dem Regelsteuersatz. Ermöglicht der Gutschein allerdings den Verzehr von Speisen vor Ort als auch zu Außerhausverkäufen, ist dieser universell einsatzbar zu unterschiedlichen Steuersätzen und stellt einen Mehrzweckgutschein dar, weil zum Zeitpunkt der Ausgabe nicht eindeutig feststeht, welcher Steuersatz zutreffend sein wird.

Was geschieht mit bereits verkauften Einzweckgutscheinen?

Fraglich ist der Umgang mit Einzweckgutscheinen für Speisen die vor dem 1.07.2020 verkauft wurden und erst nach dem 1.7. eingelöst werden: Muss der zuvor ausgegebene Gutschein umsatzsteuerlich korrigiert werden und in dem Zeitpunkt der Einlösung „neu ausgestellt“ werden? Aktuell muss diese Frage offengehalten werden.

Praxis-Tipp

Schon vor der geplanten Absenkung der Umsatzsteuer auf 7% hatten Mehrzweckgutscheine einen gewissen Charme. Die Umsatzsteuer ist erst mit Einlösung abzuführen, was neben einem Liquiditätsvorteil auch einen Vorteil bei Nichteinlösung des Gutscheins für den Gastronomen haben konnte. Zudem ist die Abwicklung in der Praxis deutlich unkomplizierter und die Anforderung an die Angaben auf dem Gutschein praxisnaher. Überlegen Sie für ihren Einsatz welche Möglichkeiten Sie haben und welche Vorteile für Sie überwiegen – insbesondere vor der geplanten Absenkung der Umsatzsteuer. Sie wollen vermehrt Mehrzweckgutscheine ausgeben? Aktuell ist es ausreichend, wenn Sie neben Speisen die vor Ort verzehrt werden können auch den Verzehr Außerhaus anbieten.

Fazit

Mit den Neuregelungen zum 1. Januar 2019 wurden schon undurchsichtige Regelungen geschaffen, mit der Absenkung der Umsatzsteuer auf 7% müssen Gastronomiebetriebe insbesondere auf eine zutreffende Kennzeichnung bzw. Angabe der mit dem Gutschein verbunden Leistungen achten um umsatzsteuerliche Nachteile zu vermeiden.

Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen (§ 35c EStG)

Der Gesetzgeber hat zum 1.1.2020 das Einkommensteuergesetz um einen neuen § 35c EStG erweitert. Ich werde die Vorhanden des Gesetzgebers für Sie einordnen und auf wichtige Aspekte eingehen. Aber auch Fachunternehmen die Bescheinigungen nach § 35c Abs. 1 S. 7 EStG auszustellen haben, dürfen sich angesprochen fühlen, denn hier kann sich ein interessantes erweitertes Geschäftsfeld für Sie ergeben.

Gemäß § 35c Abs. 1 S. 7 EStG kann die Steuerermäßigung für energetische (Sanierungs-) Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine nach amtlichem Muster erstellte Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen des § 35c Abs. 1 S. 1 bis 3 EStG sowie die Anforderungen nach der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c EStG (nachfolgend: Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV) erfüllt sind.

Ziel es neu eingeführten § 35c EStG ist die Reduzierung der Treibhausgase und damit die Erfüllung der ambitionierten Ziele der Bundesregierung zu forcieren. Interessant ist die steuerliche Begünstigung, wenn Sanierungsmaßnahmen an den eigenen vier Wänden angedacht sind allemal.

Aufbau des § 35c EStG

Im ersten Absatz wird zunächst erläutert, was unter energetischen Maßnahmen zu verstehen ist und wie hoch die Förderung ausfällt. In Absatz zwei erfolgt eine wichtige Einschränkung der Anwendung auf „zu eigene Wohnzwecken“ genutzte Objekte. Absatz drei unterbindet eine doppelte steuerliche Begünstigung. In Absatz vier werden die materiellen Voraussetzungen an die Rechnungsstellung um den bekannten § 14 UStG erweitert. Die weiteren Absätze erweitern den Anwendungsbereich der Norm auf selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter und Eigentumswohnungen und regeln den Spezialfall des Miteigentums. Absatz 7 schließlich ermächtigt die Bundesregierung, Details per Rechtsverordnung zur regeln.

Anwendungszeitraum

Der neue § 35c EStG ist erstmals auf energetische Maßnahmen anzuwenden, mit deren Durchführung nach dem 31. Dezember 2019 begonnen wurde und die vor dem 1. Januar 2030 abgeschlossen sind. Als Beginn gilt bei energetischen Maßnahmen, für die eine Baugenehmigung erforderlich ist, der Zeitpunkt, in dem der Bauantrag gestellt wird. Bei nicht genehmigungsbedürftigen Vorhaben für solche Vorhaben, die nach Maßgabe des Bauordnungsrechts der zuständigen Behörde zur Kenntnis zu geben sind, gilt als Beginn der Zeitpunkt des Eingangs der Kenntnisgabe bei der zuständigen Behörde und für sonstige nicht genehmigungsbedürftige, insbesondere genehmigungs-, anzeige- und verfahrensfreie Vorhaben, der Zeitpunkt des Beginns der Bauausführung. Die Zahlung der Rechnung sollte auf die Beendigung keinen Einfluss haben und müsste somit nicht vor dem 1. Januar 2030 erfolgt sein.

Was wird gefördert und wie hoch fällt die Förderung aus?

Für energetische Maßnahmen an einem in der Europäischen Union oder dem Europäischen Wirtschaftsraum belegenen zu eigenen Wohnzwecken genutzten eigenen Gebäude (begünstigtes Objekt) ermäßigt sich auf Antrag die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, im Kalenderjahr des Abschlusses der energetischen Maßnahme und im nächsten Kalenderjahr um je 7 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um je 14 000 Euro und im übernächsten Kalenderjahr um 6 Prozent der Aufwendungen des Steuerpflichtigen, höchstens jedoch um 12 000 Euro für das begünstigte Objekt. Voraussetzung ist, dass das begünstigte Objekt bei der Durchführung der energetischen Maßnahme älter als zehn Jahre ist; maßgebend hierfür ist der Beginn der Herstellung (§ 35c Abs. 1 S. 2 EStG). Im Gesetzestext heißt es, dass die tarifliche Einkommensteuer, vermindert um die sonstigen Steuerermäßigungen, auf Antrag ermäßigt wird (§ 35c Abs. 1 S. 1 EStG). Der Antrag ist mit Abgabe der Steuererklärung für jeden Veranlagungszeitraum zu stellen.

Für die Einbeziehung eines Energieberaters sind die Aufwendungen abweichend zu 50% abzugsfähig. Bitte beachten Sie, dass bei Inanspruchnahme eines KfW Förderung der abzugsfähige Betrag gekürzt werden muss.

Beispiel: Ein 11 Jahre altes Objekt wird für 100.000 Euro saniert, die Maßnahmen beginnen am 6. Juli 2020 und werden am 11. November 2020 fertiggestellt. Für einen Energieberater wurden 2.000 Euro in 2020 aufgewendet.

Veranlagungs- zeitraum

Maßnahme

Berechnung

Abzugsfähig

Steuerermäßigung

2020

Sanierung 1

100.000 * 7 %

7.000

8.000

2020

Energieberater

2.000 * 50 %

1.000

2021

Sanierung 1

100.000 * 7 %

7.000

7.000

2022

Sanierung 1

100.000 * 6 %

6.000

Max.

14.000

2022

Sanierung 2

150.000 * 7%

10.500

Restförderbetrag ab 2023 bis 2029 (40.000 ./. 29.000)

11.000

Die Förderung kann für mehrere Einzelmaßnahmen an einem begünstigten Objekt in Anspruch genommen werden; je begünstigtes Objekt beträgt der Höchstbetrag der Steuerermäßigung 40 000 Euro (§ 35c (Abs. 1 Satz 5 EStG) oder anders formuliert: der Förderbetrag beträgt 20 % der Aufwendungen, höchstens 40.000 Euro von maximalen Aufwendungen pro Objekt von bis zu 200.000 Euro.

Der Gesetzeswortlaut spricht von einem begünstigen Objekt. Wird das Objekt verkauft, kann der Erwerber in den Folgejahren die Begünstigungen in Anspruch nehmen? Ich sehe den Gesetzeswortlaut – wie bei anderen Begünstigungen z.B. § 35a EStG – personenbezogen. Ein Indiz hierfür ist schon der ausdrückliche Hinweis auf die auszustellende Rechnung. Genauso wird es sich bei der (vorweggenommen) Erbfolge verhalten. In § 35c Abs. 2 EStG ist die Erfordernis eines „zu eigenen Wohnzwecken“ genutzten Objekts. Hier wird sich in den nächsten Jahren zeigen wie die Gerichtbarkeit und die Finanzämter urteilen werden.

Energetische Maßnahmen im Sinne §35c Abs. 1 EStG sind:

  1. Wärmedämmung von Wänden,
  2. Wärmedämmung von Dachflächen,
  3. Wärmedämmung von Geschossdecken,
  4. Erneuerung der Fenster oder Außentüren,
  5. Erneuerung oder Einbau einer Lüftungsanlage,
  6. Erneuerung der Heizungsanlage,
  7. Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung und
  8. Optimierung bestehender Heizungsanlagen, sofern diese älter als zwei Jahre sind.

Zu den Aufwendungen für energetische Maßnahmen gehören auch die Kosten für die Erteilung der Bescheinigung nach § 35 Abs. 1 S. 7 EStG sowie die Kosten für Energieberater, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ zugelassen sind, wenn der Energieberater durch den Steuerpflichtigen mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahmen  beauftragt worden ist; die tarifliche Einkommensteuer vermindert sich in dem Fall um 50 Prozent der Aufwendungen für den Energieberater.

Gemäß § 35c Absatz 1 Satz 7 EStG kann die Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nur in Anspruch genommen werden, wenn durch eine nach amtlichem Muster erstellte Bescheinigung des ausführenden Fachunternehmens nachgewiesen wird, dass die Voraussetzungen des § 35c Absatz 1 Sätze 1 bis 3 EStG sowie die Anforderungen nach der Verordnung zur Bestimmung von Mindestanforderungen für energetische Maßnahmen bei zu eigenen Wohnzwecken genutzten Gebäuden nach § 35c des Einkommensteuergesetzes (nachfolgend: Energetische Sanierungsmaßnahmen-Verordnung – ESanMV) erfüllt sind. Die Anforderungen an ein Fachunternehmen ergeben sich aus § 2 ESanMV.

Für die Bescheinigung nach § 35c Absatz 1 Satz 7 EStG sind die anliegenden amtlich vorgeschriebenen Muster I und II zu verwenden. Als Kosten für die energetische Maßnahme können die Aufwendungen für den Einbau bzw. die Installation, für die Inbetriebnahme von Anlagen, für notwendige Umfeldmaßnahmen und die direkt mit der Maßnahme verbundenen Materialkosten ausgewiesen werden. Zudem ist ein Ausweis der Kosten möglich, die dem Steuerpflichtigen dadurch entstanden sind, dass ein Energieberater mit der planerischen Begleitung oder Beaufsichtigung der energetischen Maßnahme beauftragt wurde. Berücksichtigt werden die Aufwendungen für Energieberater, die vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) als fachlich qualifiziert zum Förderprogramm „Energieberatung für Wohngebäude“ zugelassen sind und die Aufwendungen für die Energieeffizienz-Experten, die für das KfW-Förderprogramm „Energieeffizient Bauen und Sanieren – Wohngebäude“ (KfW-Programme Nr. 151/152/153 und 430) gelistet sind. Nachfolgend wird vereinfachend für steuerliche Zwecke für diesen Personenkreis einheitlich der Begriff „Energieberater“ verwendet. Nicht berücksichtigungsfähig sind die Aufwendungen für Personen ausschließlich mit Ausstellungsberechtigung nach § 21 EnEV. Erfüllt eine beratende Person nicht die Voraussetzungen des BAFA oder der KfW-Förderprogramme, können die Aufwendungen für sie nicht berücksichtigt werden, auch wenn sie im Übrigen eine Ausstellungsberechtigung nach § 21 EnEV besitzt. Zu den Aufwendungen der energetischen Maßnahmen gehören auch die Kosten für die Erteilung der Bescheinigung.

Begünstigte Objekte

Die Steuerermäßigung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn der Steuerpflichtige das Gebäude im jeweiligen Kalenderjahr ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken nutzt. Eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken liegt auch vor, wenn Teile einer zu eigenen Wohnzwecken genutzten Wohnung anderen Personen unentgeltlich zu Wohnzwecken überlassen werden (§ 35c Abs. 2 EStG). Unschädlich ist zugleich zu eigenen Wohnzwecken genutzte Ferienwohung oder eine Doppelte Haushaltsführung, soweit im letzten Fall kein Ansatz als Werbungskosten erfolgt (§ 35c Abs. 3 S. 1 EStG). Da sich die Steuerermäßigung nach § 35c Abs. 1 EStG auf drei Jahre verteilt, muss diese Voraussetzung in jedem Kalenderjahr erfüllt sein. Unschädlich dürfte ein häusliches Arbeitszimmer von untergeordneter Rolle sein. Die Werbungskosten/Betriebsausgaben im Rahmen der Erzielung von Einkünften ist grundsätzlich schädlich für die Anwendung des § 35c EStG.

Der Steuerpflichtige kann die Steuerermäßigung nicht in Anspruch nehmen, soweit die Aufwendungen als Betriebsausgaben, Werbungskosten, Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen (§ 33 EStG) berücksichtigt worden sind. Der Gesetzeber verhindert hiermit eine doppelte Steuerbegünstigung. Die Steuerermäßigung ist ebenfalls nicht zu gewähren, wenn eine Steuerbegünstigung für zu eigenen Wohnzwecken genutzte Baudenkmale und Gebäude in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen (§ 10f EStG) oder eine Steuerermäßigung bei Aufwendungen für haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen (§ 35a EStG) in Anspruch genommen wird oder es sich um eine öffentlich geförderte Maßnahme handelt, für die zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse in Anspruch genommen werden. Die Inanspruchnahme von Baukindergeld ist unschädlich mangels konkreter energetischer Sanierungsmaßnahme. Anders ist dies im Übrigen bei der Anwendung des § 35a EStG, wonach Sie 20 % der Handwerkerleistungen (höchstens 1.200 Euro) steuermindert geltend machen können. In § 35a Abs. 3 S. 2 EStG sind steuerfreie Zuschüsse explizit als Ausschlusskriterium für den § 35a EStG angeführt. Dies kann dann von Bedeutung sein, wenn Sie zwischen § 35a EStG und § 35c EStG wählen sollten.

Bedeutsam ist das Zusammenspiel zwischen § 33 und § 35c EStG bei Vorliegen von behinderungsbedingten Umbaukosten, die gleichzeitig als energetische Gebäudesanierungsmaßnahmen i. S. v. § 35c Abs. 1 EStG einzuordnen sind.

Wahlrecht – § 35a Abs. 3 oder § 35c Abs. 1 EStG

Es besteht für die einzelne Maßnahme ein Wahlrecht, ob für die Aufwendungen eine Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 3 EStG oder nach § 35c Abs. 1 EStG beantragt wird. Während § 35a EStG nur den Arbeitslohn zu 20% und höchstens 1.200 Euro erfasst, sind bei der Anwendung des § 35a EStG auch die Materialkosten ansatzfähig, höchstens 7 % bzw. 6 % und höchstens 14.000 Euro. Bei § 35a EStG ist wiederum das Baukindergeld nicht schädlich, wohingegen zinsverbilligte Darlehen oder steuerfreie Zuschüsse nach anderen Förderprogrammen für § 35a und § 35c EStG ein Ausschlusskriterium darstellen.

Materielle Voraussetzung an die Rechnung

Voraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuermäßigung für energetische Maßnahmen ist eine ordnungsgemäße Rechnung mit zusätzlichen Voraussetzungen:

  • die förderungsfähigen energetischen Maßnahmen
  • die Arbeitsleistung des Fachunternehmens
  • die Adresse des begünstigten Objekts ausweist
  • die Rechnung in deutscher Sprache ausgefertigt ist und
  • die Zahlung auf das Konto des Erbringers der Leistung erfolgt ist.

Nicht abschließend beantworten kann ich die Frage wie bei Miteigentümern (§ 35c Abs. 6 EStG) die Rechnungstellung erfolgen kann, damit alle Miteigentümer die Steuerermäßigung in Anspruch nehmen können.

  • 35c Abs. 5 EStG bestimmt, dass die Regelungen auch auf Gebäudeteile, die selbständige unbewegliche Wirtschaftsgüter sind, und auf Eigentumswohnungen entsprechend anzuwenden sind. Damit ist jede Eigentumswohnung förderungsfähig und auf das Gesamtobjekt (Nutzung) komme es nicht an.

Objekte im Miteigentum

Steht das Eigentum am begünstigten Objekt mehreren Personen zu, können die Steuerermäßigungen für das begünstigte Objekt insgesamt nur einmal in Anspruch genommen werden. Die der Steuerermäßigung nach zugrundeliegenden Aufwendungen können einheitlich und gesondert festgestellt werden. Die für die gesonderte Feststellung von Einkünften nach § 180 Absatz 1 Nummer 2a der Abgabenordnung geltenden Vorschriften sind entsprechend anzuwenden (§ 35c Abs. 6 EStG). Fraglich ist wie in diesem Fall mit der i.d.R. nur auf eine Person ausgestellten Rechnung verfahren werden soll und inwieweit allen Miteigentümern die steuerliche Begünstigung zusteht. Legt man den Gesetzeswortlaut eng aus, so ist in diesem Fall lediglich der Rechnungsempfänger der zugleich die Rechnung überwiesen hat, begünstigt. Ein Lösungsansatz könnte so gestaltet werden, dass die Rechnung an die GbR oder Wohnunsgeigentümerschaft ausgestellt wird, diese die Rechnung überweist und im Innenverhältnis weiterberechnet.

Bei Eheleiten ist zusammenveranlagt werden ist der Zwischenschritt nicht notwendig. Anders verhält es sich z. B. bei Lebensgemeinschaften oder Erbengemeinschaften, weil über die Steuerermäßigung erst in der Einkommensteuer entscheiden wird und nicht in der Feststellung.

Dropshipping ist eine Art des Online-Handels und ein wichtiger wachsender Teil im E-Commerce Bereich. Auf einer (meist eigenen) Website werden Produkte angeboten, die der Kunde aus der ganzen Welt erwerben kann. Der Dropshipper leitet die Bestellung nach Bezahlung durch den Kunden an seinen Lieferanten, der in der Regel im asiatischen Raum niedergelassen ist, weiter. Die Ware wird direkt vom Lieferanten an den Endkunden geliefert. Sie denken an ein aus der Umsatzsteuer bekanntes Reihengeschäft? Sie liegen richtig und aus der Sicht der Umsatzsteuer bestehen nicht zu unterschätzende Herausforderungen. Die Besonderheit beim Dropshipping: es gibt keine (teure) Lagerhaltung und Bestände. So können Dropshipper ein sehr großes Produktportfolio ohne großes Risiko anbieten. Mit einer sehr geringen Anfangsinvestition von meist wenigen tausend Euro lässt sich das Geschäft aus dem eigenem Wohnzimmer heraus realisieren. Im Internet gibt es Anbieter die Ihnen beim Start den Kontakt zu den Lieferanten ermöglichen. Im Gegensatz zu bekannten Anbietern asiatischer Produkte agieren die Dropshipper nicht wie ein digitaler Marktplatz. Wie bei jedem neuen Geschäftsmodell sollten Sie mit einem ausgearbeiteten Business Plan beginnen, denn die Auswahl der richtigen Artikel und die Planung können wirtschaftliche Fehlentscheidungen vorbeugen. Sie starten als Unternehmer? Hier sollte die Wahl der Rechtsform gut überlegt sein mit allen Folgen, insbesondere in steuerlichen Fragestellungen schont Ihnen die Vorbereitung und eine persönliche Beratung später viele Nerven. Bei der Erstellung eines Business Plans und bei der Wahl der Rechtsform begleite ich Sie mit einer persönlichen und individuellen Beratung von Beginn an. Neben den Vorteilen beim Dropshipping gibt es auch einige Nachteile. Sie werden wenig Einfluss auf die Kundenzufriedenheit haben, denn die Produkte können Sie nicht beeinflussen und die Qualität vor dem Versand an den Kunden nicht überprüfen können. Der Aufbau einer Stammkundschaft ist nur begrenzt möglich und die Zuverlässigkeit der Lieferanten ist nicht abzusehen. Wie gehen Sie mit Retouren und Gewährleistungen um? Diese und weitere Fragestellungen sollten nicht nur bedacht werden, sondern auch zwingend Bestandteil der gesamten Planung sein.

+++Update+++

Während aktuell noch noch eine Freigrenze für die Einfuhrumsatzsteuer von 22 Euro (§ 1a EsStBV) besteht. sollte diese Freigrenze ersatzlose zum 1. Januar 2020 entfallen. Die geplante Änderung wurde auf den 1. Juli 2020 verschoben. Dafür soll ein vereinfachtes Meldeverfahren eingeführt werden. Wie genau dieses in der Praxis aussehen soll ist noch vollkommen offen. Allerdings ist dies in Verbindung mit der Ausweitung des MOSS-Verfahren auf die sogenannten Fernverkäufe eine echte Chance für das Dropshipping in der EU – sofern die Umsetzung kommt.

Dropshipping - Online-Handel ohne Risiko?

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